Gute und zukunftsträchtige Senioren- und Pflegeeinrichtungen sind wichtig für unsere Stadt!

 

Die Schließung des städtischen Gertrud Teufel Seniorenzentrums (GTSZ) war keine Nacht- und Nebelaktion, das Thema wurde mehrere Monate intensiv im Gemeinderat und seinen Gremien behandelt. Schon seit vielen Jahren diskutieren Verwaltung und Gemeinderat über die Zukunftsfähigkeit des GTSZ.

Trotz zahlreicher Bemühungen aller Beteiligten ist es nicht gelungen, das GTSZ wirtschaftlich zu führen. Das zehnjährige Defizit bis 2017 lag bei ca. 4,5 Millionen Euro, in 2018 ergibt sich nochmals ein Verlust von über 800.000 Euro …
Um die Auflagen der neuen Landesheimbauverordnung zu erfüllen, wären nochmals Investitionen in Höhe von 7 bis 8 Millionen Euro erforderlich geworden, die Verschuldung des GTSZ wäre damit auf über 15 Millionen Euro gestiegen.

Aufgrund der spezifischen Situation des GTSZ wäre auch nach einem Umbau eine wirtschaftliche Führung nicht gewährleistet gewesen.
Die große Mehrheit des Gemeinderats hat deshalb der Schließung des GTSZ zum 30. Juni 2020 zugestimmt. Heimbewohner und Mitarbeiter werden nicht alleine gelassen. Die Stadt unterstützt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Stellensuche und die Heimbewohner werden in andere Pflegeeinrichtungen vermittelt.

Um den Bedarf an Pflegeplätzen in der Stadt auch zukünftig zu decken, entwickeln private und kirchliche Träger derzeit Pflegekonzepte an alternativen Standorten in Nagold. Diese unterstützen wir und dafür setzen wir uns auch ein.