Schulen

Freie Wähler Nagold – Wir machen uns ein Bild vor Ort und erkunden die Vielfalt der Nagolder Schullandschaft:

Zu Besuch in der Lembergschule und in der Realschule.

 

Lembergschule

Realschule

Strahlender Schlusspunkt unserer Schulbesuche: Die Sanierung der Lembergschule weckt Lust auf weitere Schulsanierungen.

Auf dem Lemberg sah die Abordnung der Freien Wähler zum Abschluss ihrer Schulbesuche zwei ganz unterschiedliche Schulgebäude.

In der Lembergschule sind die Sanierungsarbeiten im Endspurt und viele Klassenzimmer und der Verwaltungstrakt erstrahlen schon im neuen Glanz.

Das Gebäude der Realschule hingegen ist in die Jahre gekommen. Da aktuell noch die Sanierung der Zellerschule und des OHG im Fokus stehen, mahnt der Rektor der Christiane-Herzog Realschule Andres Kuhn unablässig, dass man die Realschule nicht vergessen solle. Dabei werden es in den nächsten Jahren vor allem die kleinen Schritte sein, die gegangen werden müssen. Ein paar neue Fenster sind schon im Anmarsch und der neue Aufenthaltsraum, den die Schüler selber geplant haben, ist schon fix und fertig. Viele weitere kleine und große Aufgaben am und im Gebäude warten.

Eine ansprechendere und altersgemäße Gestaltung des Pausenhofs wünschte sich der Elternbeiratsvorsitzende der CHR Markus Geißler.

Die schlechten Busverbindungen zur Realschule aus den nördlichen Stadtteilen sprach Sandra Hörmann, Kandidatin für den Gemeinderat und in Pfrondorf wohnend, an. Die Schüler müssen am ZOB umsteigen. „Wir haben den Schulträger darauf hingewiesen und hoffen auf eine Verbesserung.“, bemerkte dazu CHR Konrektor Bernd Jung.

Ab dem kommenden Schuljahr werden größere Realschulen wie die CHR einen zweiten Konrektor bekommen. Aktuell sucht man im beengten Rektoratsbereich nach Räumen für ein Büro. „Ein Konrektor führt viele vertrauliche Gespräche mit Kollegen, Eltern und Schülern. Man kann ihn nicht einfach zu jemanden mit reinsetzen.“, befand Manuel Klumpp, der für die Freien Wähler kandidiert.

Den Wunsch nach mehr Autonomie, mehr finanziellen Spielräumen und Unterstützung bei den Themen Wartung von digitalen Geräten und Öffentlichkeitsarbeit durch den Schulträger nahm die Besuchergruppe der Freien Wähler mit.

„Wir werden als Gemeinderat in den nächsten Jahren darauf achten, dass die Rahmenbedingungen sich auch hier an der CHR beständig verbessern.“, versprach der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler im Gemeinderat Eberhard Haizmann den Vertretern der Schule.

Ein komplett anderes Bild in Sachen Gebäudezustand bot sich den Besuchern der Freien Wähler in der Lembergschule. An vielen Stellen wird zwar noch kräftig gebaut, aber vieles ist schon fertig. Und es ist gut geworden.

Rektorin Petra Brauer, die selber auf der Liste der Freien Wähler kandidiert, zeigte glücklich große und helle Klassenzimmer und viele Raumwünsche, die in Erfüllung gehen. Dass so eine umfangreiche Sanierung in der heutigen Zeit genau im Kostenrahmen bleibt, ist umso erfreulicher und spricht für die Architekten und die Mitarbeiter der städtischen Verwaltung.
Drei Punkte brennen Petra Brauer auf der Seele:

  • 1. Beamer und Dokumentenkameras auch für die Klassenzimmer der Erst- und Zweitklässler.
  • 2. Die Organisation des Ganztagesbetriebs. Es ist sehr schwer ausreichend qualifiziertes Personal in ausreichender Menge zu bekommen. So leidet allzu oft die Qualität der Betreuung. Matthias Flury sah die Idee der Freien Wähler bestätigt: „Wir brauchen ein städtisches Ganztageskonzept, das sich an tatsächlich Bedarfen orientiert und über eine gute Betreuungsqualität verfügt.“
  • 3. Und vor allem der fehlende Hausmeister an der Lembergschule. Krankheit und Engpässe gibt es immer wieder. Aber eine Sanierung im Endstadium ist ohne Hausmeister schwierig. Gerade jetzt in der Endphase wird Petra Brauers Unterricht immer wieder unterbrochen, weil ein Handwerker noch ganz dringend etwas braucht oder eine Frage hat. „Nicht gerade förderlich für den Unterrichtserfolg“, bemerkt Freie-Wähler Kandidatin Regine Rentschler, die an der benachbarten Realschule unterrichtet.

„Die Sanierung der Lembergschule macht Lust auf die weiteren Sanierungen.“, fasst Heida Rück, früher selber Schülerin der Lembergschule und heute Ortsvorsteherin von Mindersbach, den Besuch in ihrer ehemaligen Schule zusammen.

Stadtrat Ulrich Haman lässt die insgesamt sechs Schulbesuche der Freien Wähler Revue passieren und kommt zum Ergebnis: „Nagold hat gute Schulen, hier wird mit viel Herzblut tolle Arbeit geleistet. Engagierte Schulleitungen, Lehrer-Kollegien und Elternbeiräte leisten sehr viel zum Wohle der Kinder. Die Sanierungen aller Gebäude sind wirklich notwendig und werden die Arbeit des Gemeinderates in den nächsten Jahren bestimmen. Als eine der großen Aufgabe an den Schulträger nehmen wir aus den Schulbesuchen mit, dass wir eine zentrale Steuerung der Verwaltung in den Bereichen Digitalisierung, Öffentlichkeitsarbeit und Ganztagesbetreuung brauchen.“

 
 

Freie Wähler Nagold – Wir machen uns ein Bild vor Ort und erkunden die Vielfalt der Nagolder Schullandschaft

Besuch der Freien Wähler Nagold in der Zellerschule und am Otto-Hahn-Gymnasium

 

Zellerschule

Otto-Hahn-Gymnasium

Wie läuft der Unterricht an einer Gemeinschaftsschule? Was bewegt die größte Schule Nagolds, das Otto-Hahn-Gymnasium? Gemeinderäte und Kandidaten der Nagolder Freien Wähler machten sich direkt vor Ort ein Bild.
 
An der Zellerschule wurden sie von Konrektor Steffen Schneider direkt in ein Klassenzimmer der Gemeinschaftsschule geführt. Sogleich fielen den Besuchern die vielen Arbeitsmaterialien und Ordner ins Auge.
 
Diese braucht es, so erklärte Rektor Ulrich Schubert, um das für die Gemeinschaftsschule typische individualisierte Lernen, das Lernen im eigenen Tempo zu ermöglichen. Jedes Kind hat einen eigenen wöchentlichen Arbeitsplan. Je nach Leistungsfähigkeit des Kindes stehen Aufgaben aus drei verschiedenen Niveaustufen zur Verfügung. In Absprache zwischen Lehrer, Schüler und Eltern arbeitet jedes Kind in jedem Fach auf dem für ihn passenden Niveau.
 
Dazu braucht es eigentlich mehr Platz als es ein Klassenzimmer bietet. Deshalb hofft die Zellerschule auf einen Anbau, der Platz für so genannte Lernateliers bietet, in den die Schülerinnen und Schüler unter Aufsicht von Lehrern selbständig arbeiten können. Aktuell ist man im Gespräch mit der Stadt wo und wie diese zusätzlichen Flächen entstehen können.
 
Die Freien Wähler versprachen sich im Gemeinderat dafür einzusetzen, dass man hier bei den Planungen nicht zu kurz springt.
 
Roman Benz, Kandidat der Freien Wähler für einen Platz im Stadtrat und von Beruf Architekt, sah die aktuellen Pläne eher kritisch. „Bei den vermutlich recht hohen Kosten entsteht zu wenig großzügige Fläche.“
 
Zunächst aber steht noch die Sanierung des aktuellen Gebäudes auf dem Plan. Davon betroffen ist auch die Grundschule. Diese hat vor allem einen großen Platzbedarf in Hinsicht auf den Ganztagesbetrieb. Hier werden aktuell über 100 Kinder betreut. „Mehr geht nicht“, bemerkte Rektor Ulrich Schubert. „Der Bedarf steigt, deshalb muss die Stadt Nagold ein Gesamtkonzept erstellen, wo und in welcher Qualität in Nagold zukünftig Ganztagesbetreuung angeboten werden soll.“, konstatierte Ulrich Hamann, der das schon in seiner Haushaltsrede für die Freien Wähler im Stadtrat gefordert hatte.
 
Über den Pausenhof des Schul-Campus gelangte die Besuchergruppe der Freien Wähler direkt zum Otto-Hahn-Gymnasium. Dort begrüßten sie Schulleiter Walter Kinkelin und Heike Blessmann, die dem Vorstand der Elternschaft des OHG angehört.
 
Schon im Foyer brachte der Schulleiter seinen größten Wunsch vor: die Aula. Bei den Sanierungs- und Neubauplänen für das OHG spielt die Aula als Begegnungs- und Veranstaltungsort die zentrale Rolle. Kinkelin erklärte, dass für eine große Schule die Identitätsstiftung eine schwierige Aufgabe sei. Und dafür brauche es dringend eine Aula. Das leuchtet den Besuchern ein, die sich teilweise noch erinnern konnten, dass früher große Veranstaltungen im dunklen Foyer des OHG stattfanden – aber auch das geht seit einigen Jahren aus Gründen des Brandschutzes nicht mehr.
 
Ansonsten sieht Walter Kinkelin seine Schule gut aufgestellt. Er berichtet stolz von zahlreichen Erfolgen bei Wettwerben und der Teilnahme an etlichen Schulversuchen. So gibt es vier „Tabletversuchsklassen“. Von der sehr guten medientechnischen Ausstattung konnten sich die Freien Wähler überzeugen.
 
Die Lehrer haben Zugriff auf das im gesamtem Gebäude vorhandenen WLAN und können so immer wieder sinnvoll auf digitale Medien in ihrem Unterricht zurückgreifen. Problematisch sei einzig und allein die Betreuung der zahlreichen Geräte. Hier regten Ralf Benz und andere Kandidaten der Freien Wähler an, dass die Stadt Nagold eine technische Lösung für alle Schulen vorantreibe und dann über einen städtischen Mitarbeiter oder ein Unternehmen auch die Wartung für alle Geräte übernehme. Dieses Modell habe sich z.B. in Herrenberg bewährt.
 
Auch in Sachen Werbung für die vielfältige und gut aufgestellte Schulstadt Nagold sahen die aktuellen und zukünftigen Stadträte der Freien Wähler eine wichtige zentrale Aufgabe der Stadt Nagold. Matthias Flury verwies in diesem Zusammenhang auf die Schulbroschüre der Stadt Rottenburg und Heida Rück auf die kleine Zeitungsbeilage der beruflichen Schulen im Landkreis.
 
„Eine pädagogische Fachkraft für den Schulbereich hätte bei den Themen Digitalisierung, Ganztagesbetreuung und Außendarstellung schon ordentlich zu tun.“, griff der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler Eberhard Haizmann eine Forderung seiner Fraktion aus der Haushaltsrede auf.
 
Abschließend berichtet Esther Betz-Börries, zum einen Kandidatin der Freien Wähler, zum anderen Lehrerin am OHG vom Projekt „Akku Pro“. Schülerinnen und Schüler des OHG fungieren bei diesem Projekt als Lernbegleiter für Schülerinnen und Schüler der Zellerschule. Das einstmals von Ilselore Wiedmann imitierte und immer noch sehr erfolgreiche Projekt wird aktuell von ihr betreut und bildet so die passende Klammer um den Besuch der Freien Wähler auf dem Schulcampus Innenstadt.
 
Einen Ausblick in die zukünftigen Aktivitäten der Freien Wähler gibt dann noch Stadtrat Ulrich Hamann: „Das Thema Schule werden die Freien Wähler durch einen Besuch der Lembergschule und der Christiane-Herzog Realschule abrunden.
 
Im März stehen dann Besuche der Ortsteile an. Zudem soll die Lage der Senioren in Nagold in einem Gespräch mit dem Stadtseniorenbeirat besprochen werden.
 
Im April ist dann geplant, die Themen Kinderbetreuung, Gesundheit und Innenstadtentwicklung in den Fokus zu nehmen.“

Freie Wähler Nagold – Wir machen uns ein Bild vor Ort und erkunden die Vielfalt der Nagolder Schullandschaft

Besuch der Freien Wähler Nagold in der Kernenschule und in der Grundschule Vollmaringen

 

Kernenschule

Grundschule Vollmaringen

Wie gut sind unsere Grundschulen ausgestattet? Wie ist der aktuelle Stand der Digitalisierung in den kleinen Schulen? Gemeinderäte und Kandidaten der Nagolder Freien Wähler machten sich direkt vor Ort ein Bild in den Grundschulen in Vollmaringen und im Kernen.

Sie treffen auf hochmotivierte Schulleitungen, die Kinder mögen, mit hohem Idealismus arbeiten, in ihren Schulen viel bewegen und froh sind, dass sie Schulsozialarbeiterinnen an den Schulen haben. Sie sehen helle Schulräume. Und doch drückt der Schuh, vor allem wenn es um die Themen Digitalisierung und Unterstützung durch den Schulträger geht.

Die Vollmaringer Rektorin Irene Breitling führte die Delegation in den Computerraum der Schule, der vor 10 Jahren mit Geldern des Fördervereins eingerichtet worden ist. Heute werden die veralteten Computer höchstens noch als Schreibmaschinen benutzt. „Das ist nicht mehr Schule von heute, das ist nicht einmal mehr Schule von gestern“, bemerkt sie emotional. Die engagierte Pädagogin, die seit 10 Monaten Schulleiterin in Vollmaringen ist, hat genaue Pläne, wie Digitalisierung in der Schule aussehen soll: 20 Tablets, ein Beamer und eine funktionierende Internetverbindung. Das wäre ihr Wunsch. Den alten Computerraum würde sie gerne zum Lehrerzimmer umfunktionieren.

Für Irene Breitling hat die Arbeit in der kleinen, überschaubaren Schule viele positive Seiten. Sie kennt jeden ihrer 57 Schüler, hat ein kleines, engagiertes Team, ein intelligent strukturiertes Schulgebäude mit großzügigem Pausenhof und Spielplatz. 11 Stunden in der Woche sind offiziell für die Rektoratsarbeit vorgesehen, der zusätzliche Arbeitsaufwand und die Verantwortung werden kaum vergütet. „Das muss man aus Idealismus machen“, sagt sie.

Für Frust sorgen technische Dinge. Die Internetverbindung funktioniert nicht, 2 Wochen lang war das Telefon außer Gefecht. „Da fühlt man sich als kleine Grundschule schon benachteiligt“, meint sie und fordert mehr Unterstützung von der Stadt als Schulträger.

Ähnlich äußern sich Jürgen Morlock und Silke Lenz, die für die Grundschule im Kernen verantwortlich zeichnen. Jürgen Morlock ist als Rektor der Grundschule in Emmingen auch für die Grundschule im Kernen verantwortlich, die im Alltag mehr oder weniger von seiner Kon-Rektorin Silke Lenz geführt wird. Auch Ihnen brennt das Thema Digitalisierung unter den Nägeln. Gerne würden sie die Kinder mit Hilfe aktueller Technik mit den Chancen und Risiken der digitalisierten Welt vertraut machen. Gerade haben sie einen Medienentwicklungsplan fertig gestellt und möchten diesen nun gerne schnell umsetzen. Daneben sehen sie im über 50 Jahre alten Schulgebäude einen nicht unerheblichen Sanierungsstau: Elektrische Leitungen, die von Seiten des Arbeitsschutzbeauftragten des Landes schon angemahnt wurden; ein Fenster, das nicht mehr schließt; eine Fußleiste, die seit zwei Jahren fehlt; ein Pausenhof, der eher trostlos daherkommt. Es sind oft Kleinigkeiten, die nicht viel Geld kosten würden, die den Alltag erschweren. So berichtet Silke Lenz, dass sie mit den Schülerinnen und Schülern die Papierlieferung, die mangels Zufahrt zur Schule an die Straßenkante geliefert wird, in die Schule tragen muss. Resigniert zeigt Silke Lenz der Abordnung der Freien Wähler auch ein kaputtes Sofa in den Räumen der Mittagsbetreuung, das nicht ersetzt wird. Dennoch spüren die Besucher, dass auch im Kernen zwei Vollblut-Pädagogen unterwegs sind, die mit viel Engagement und großem Einsatz für Ihre Schülerinnen und Schüler alles geben. Gut, dass Nagold solche tollen Schulleiter und Schulleiterinnen hat!

Die Freien Wähler möchten diese wertvolle Arbeit an den Schulen auch in der kommenden Periode des Gemeinderats unterstützen. Matthias Flury, Lehrer am Otto-Hahn-Gymnasium, sagt dazu: „Die Digitalisierung wird in den kommenden Jahren ein zentrales Thema sein. Hier braucht die Stadt Nagold dringend einen Masterplan, der vor allem auch die Wartung und Betreuung der Geräte mit bedenkt.“ Und seine OHG-Kollegin Esther Betz-Börries ergänzt: „Gerade auch die Schulleiterinnen und Schulleiter der kleinen Schulen brauchen mehr Unterstützung bei den vielen kleinen Problemen des Alltags . Hier muss in der Verwaltung eine Person sein, die die Anliegen der Schulen aufnimmt und alles Notwendige in Gang setzt, um Lösungen zu erzielen.“

Neben Esther Betz-Börries und Matthias Flury finden sich mit der Rektorin der Lembergschule Petra Brauer und dem stellvertretenden Schulleiter und Stadtrat Ulrich Hamann noch weitere Pädagogen auf der Kandidatenliste der Freien Wähler. Ulrich Hamann bemerkt dazu: „Die größten Investitionen der Stadt Nagold in den nächsten Jahren liegen im Schulbereich. Da ist es gut, dass wir als Freie Wähler in dem Bereich viel Kompetenz in den Reihen haben.“